Stammapostel Jean-Luc Schneider in Warschau (Polen)

Es war der erste Besuch von Stammapostel Jean-Luc Schneider in Warschau (Warszawa), der Hauptstadt Polens. Dort feierte er am Sonntag, dem 21. Oktober 2018 einen Gottesdienst im Kongresssaal des historischen „Haus der Technik“. Begleitet wurde er von Bezirksapostel Rüdiger Krause sowie den Aposteln Jeannot Leibfried (Frankreich), Jens Korbien, Helge Mutschler und Bischof Waldemar Starosta.

Der Gottesdienst fand im Kongresssaal des historischen Haus der Technik statt.

Der Gottesdienst fand im Kongresssaal des historischen Haus der Technik statt.

Stammapostel Jean-Luc Schneider legte der Predigt Thessalonicher 2,16-17 zugrunde: „Er aber, unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns einen ewigen Trost gegeben hat und eine gute Hoffnung durch Gnade, der tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Werk und Wort.“

Gott spendet Trost

Zu Beginn der Predigt stellte Stammapostel Schneider heraus, wie dankbar ein jeder für den Trost sein könne, den Gott den Menschen durch den Heiligen Geist schenke. In Beispielen machte er deutlich, in welchen Situationen der Mensch trostbedürftig sei.

„Nicht alle unsere Wünsche, nicht alle unsere Gebete werden erfüllt. Dann braucht man schon Trost“, nannte er als erstes Beispiel. Enttäuschung der Mitmenschen durch das Brechen von Versprechungen, das lange Warten auf die Wiederkunft Christi und das Leiden der Mitmenschen seien weitere Gründe, die den Wunsch nach Trost weckten.

Gute Werke tun

„Durch den Heiligen Geist will Gott uns trösten und aufrichten“, führte Stammapostel Schneider aus. Er erläuterte, wie Gott Trost spende: „Er lässt uns seine Gegenwart erkennen und erfahren, er schenkt uns Gnade, er macht Mut und Hoffnung auf die Wiederkunft, er gibt die Zusage, dass er alle Menschen bedingungslos liebt – das ist der Trost und die Stärkung Gottes.“

Gleichzeitig machte er deutlich, dass der Mensch, aus diesem Trost heraus, gute Werke tun sollte. So könne der Mensch gute Werke tun, indem er weiterhin an Gott glaube, ihm vertraue, in Wort und Tat ein Zeuge Christi sei, das Böse bekämpfe, Gutes für alle Menschen tue sowie Verantwortung in der Gesellschaft und für die Umwelt übernehme.

Auch die Vergebung der Sünden sei das Wirken des Heiligen Geistes und schenke Trost, leitete Stammapostel Schneider die Feier des Heiligen Abendmahls ein. Im Rahmen des Gottesdienstes erfolgte auch die Feier des Heiligen Abendmahls für Entschlafene. Die musikalische Umrahmung erfolgte durch Chor-, Gemeindegesang und Instrumentalmusik.

Vorfreude in Polen

Der Besuch des Stammapostels erweckte die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit in Polen. Die Neuapostolische Kirche besitzt dort den öffentlichen Status einer Kirche und genießt Wertschätzung in der Gesellschaft. So bekundeten die zentralen Gremien der Staatsregierung und Kirchenvertreter, unter anderem das Episkopat, ihre Gratulation und besten Wünsche zum Besuch des Stammapostels.

Bischof Waldemar Starosta ist für die Neuapostolische Kirche in Polen zuständig und berichtete von den Vorbereitungen: „Vor eineinhalb Jahren erfuhren wir vom geplanten Besuch unseres Stammapostels. Das löste große Freude aus und mobilisierte unsere Mitglieder“, erzählte er.  „Unsere Mitglieder haben ihre Umgebung informiert, in sozialen Netzwerken wurden Einladungen ausgesprochen und in Zeitungen Pressemitteilungen veröffentlicht.“ Nach dem Kredo, „Seelsorge und Evangelisation“, erfolgte eine Vorbereitung durch Seelsorgebesuche, Gottesdienste und Seminare.

Stammapostel besucht Weimar

Am Sonntag, 23. Dezember 2018, findet in diesem Jahr der letzte Besuch von Stammapostel Schneider in der Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland statt. Im Rahmen des Gottesdienstes wird Bischof Ralf Wittich zum Apostel ordiniert und ist damit Nachfolger des am selben Tag in den Ruhrstand tretenden Apostels Rolf Wosnitzka. Der Gottesdienst in Weimar wird in den gesamten Bereich von Bezirksapostel Krause per Satellit übertragen und beginnt um 10 Uhr.