Wiedereröffnung der umgebauten Kirche in Lurup ab Ostern

Hier finden Sie aktuelle Berichte aus unserer Gemeinde:

  • Seit ein paar Tagen hängt ein Plakat in der Info-Vitrine der Neuapostolischen Kirche in Iserbrook: Auf Wiedersehen und danke für 53 Jahre guter Nachbarschaft! Mehr...
  • Stammapostelbesuch

(15.03.2015) Hamburg. Seit ein paar Tagen hängt ein Plakat in der Info-Vitrine der Neuapostolischen Kirche in Iserbrook: Auf Wiedersehen und danke für 53 Jahre guter Nachbarschaft! Am 8. September 1962 wurde der damalige Kirchenneubau an der Sülldorfer Landstraße 20 durch Bischof Stodtmeister eingeweiht. Nun zieht die Gemeinde in die energetisch sanierte, völlig renovierte und mit einem großzügigen Anbau versehene Kirche nach Lurup in den Rugenbarg. Die Mitglieder beider Gemeinden fusionierten bereits im August 2013 und besuchten während der Umbauphase in Lurup die stark renovierungsbedürftige Kirche in Iserbrook. Bischof Rainer Knobloch, selbst ein Mitglied der neuen Gemeinde und zuständig für viele Gemeinden und Bezirke in Norddeutschland und Skandinavien, übernahm am Sonntag, den 15. März 2015, die mit etwas Wehmut verbundene Aufgabe der Profanierung.

Nach gut einem Jahr Umbau- und Renovierungsarbeiten, steht nun der Wiederbezug der Kirche in Hamburg-Lurup an. Die Handwerker sind mit den Restarbeiten im Innenausbau beschäftigt. Die Außenanlagen sind aufgrund der günstigen Witterung ebenfalls nahezu fertig und die Gemeinde ist mit ihren Umzug beschäftigt. Trotz letzter Arbeiten hatten die Gemeinde-mitglieder schon Gelegenheit, einen Tag lang die neue Kirche zu besichtigen. Erste Chor-proben wurden im neuen Kirchenschiff durchgeführt und ein Großputz fand auch schon statt.
Am Donnerstagabend, 19. März 2015, um 19.30 Uhr hat Apostel Jörg Steinbrenner zum Wiederbezug der Kirche den ersten Gottesdienst in Lurup gehalten.

Ein besonderes Highlight erlebte die Gemeinde Ende März. Der internationale Kirchenpräsident, Stammapostel Jean-Luc Schneider aus Frankreich, besuchte die Kirche zu einem Festgottesdient.
Anlässe waren der 140. Geburtstag der Gemeinde im letzten Jahr und der Neubezug des Kirchengebäudes in diesem Jahr. Der Gottesdienst wurde per Satelliten in zahlreiche Gemeinden in Norddeutschland sowie nach Skandinavien, ins Baltikum, nach Finnland und in das United Kingdom übertragen. Dazu kam ein technischer Großraumwagen vom Verlag Friedr. Bischoff aus Frankfurt und ein Uplink der Deutschen Telekom. "Fünf Kameras und ein Menge Mikrofone wurden aufgestellt. Dazu viele Kabel verlegt", erklärt uns der Gemeindevorsteher, Hirte Michael Peper. "Neben den gut 150 Gemeindemitgliedern konnten viele Gäste begrüßt werden. Aus diesem Grund konnten wir diesen besonderen Gottesdienst nicht öffentlich bewerben", so Peper weiter. Für alle Freunde, Nachbarn und Interessierten steht die umgebaute Kirche aber ab Karfreitag und Ostersonntag offen. Die Gottesdienste beginnen jeweils um 9.30 Uhr. Darüber hinaus sind ein Tag der offenen Tür und weitere öffentliche Feierlichkeiten geplant.

Wer das bisherige Backstein-Kirchengebäude am Rugenbarg kannte, wird das neue kaum wiedererkennen. Es blieben nach Abriss und Entkernung lediglich die vier Außenwände und die Dackkonstruktion stehen. Diese wurden energetisch saniert. Eingang und Anbau sind völlig neu entstanden. Der Kirchensaal erhielt eine wesentlich größere und neue Fensterfront. Der Raum wirkt hell und freundlich. Im unteren Bereich sind die Fensterscheiben, wie auch zur Straße hin, mit Folien versehen. Auf Ihnen stehen in unterschiedlicher Größe vertikal und horizontal Begriffe aus der Bibel und dem Kirchenalltag. Sie dienen als Sichtschutz. Der Altarbereich hat eine leicht runde Rückwand erhalten und ist mit Kreuz und Orgel das sicht-bare Zentrum der Kirche, in der die schlichte Wortverkündigung Mittelpunkt der Gottesdienste ist. Ein komplett neuer Anbau beinhaltet Sakristei, Nebenräume für diverse Funktionen, Garderobe, Sanitäre Anlagen und Küche. Die Versammlungsräume sind für verschiedene Nutzungen wie Unterrichte, Jugendstunden oder Seniorentreffen nach Bedarf mit schalldichten Faltwänden unterteilbar. Gut 250 Sitzplätze bietet die neue Kirche mit Empore. Das neue Gebäude hat einen barrierefreien Zugang und beinhaltet ein behindertengerechtes WC.
Fußbodenheizung mit modernster Gas-Brennwerttechnik garantiert ein angenehmes Raum-klima. Das Gesamtbild zeigt eine eher zurückhaltende Architektur mit sakralen Charakter und einem hellen, zeitgemäßen, freundlichen Ambiente. Hier entstanden alle Möglichkeiten für ein modernes Gemeindeleben. Mit Nebenräumen für Veranstaltungen auch außerhalb der Gottesdienste.

Die Gemeinde Hamburg-Lurup ist eine der ältesten Gemeinden der Neuapostolischen Kirche weltweit. Im Jahre 1874 fand in Lurup der erste Gottesdienst der Neuapostolischen Gemeinde statt - im Hause der Familie Wachmann an der Luruper Hauptstraße. Das 140-jährige Jubiläum in 2014 musste aufgrund der Renovierungsarbeiten und aktueller Gemeindesituation zurückstehen.

Im Laufe der Jahre wurde das alte Luruper Kir¬chenlokal für die große Gemeinde zu klein. Die Kirchenleitung entschloss sich zum Bau einer größeren, eigenen Kirche am Rugenbarg, die dann am 30. April 1966 eingeweiht wurde. Doch zwischenzeitlich ergeht es der Neuapostolischen Kirche wie den anderen Kirchen auch. Die Überalterung der Mitglieder führt manchmal zu einer Reduzierung des kirchlichen Angebotes. In der NAK sind alle Seelsorger und Mitarbeiter ehrenamtlich tätig. Durch die bekannten geburtenschwachen Jahrgänge bleibt der Nachwuchs jedoch aus. Dies verspüren auch Vereine, Schulen und andere ehrenamtliche Einrichtungen.
Die Neuapostolische Kirche schafft größere Gemeinden, um diesen Trend entgegen wirken zu können. An einem Sonntagvormittag versammelten sich in Iserbrook bis zu 80 und mehr Mitglieder. Darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Die Mehrheit ist jedoch wesentlich älter. Die Situation in der Gemeinde Lurup ist ähnlich. Da machte eine Fusion der beiden Gemeinden Sinn, um das angestrebte aktive Gemeindeleben erhalten zu können.

Das Schicksal des Kirchengebäudes an der Sülldorfer Landstraße ist noch unklar. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass des abgerissen und das Grundstück mit Wohnungsneubau dem umliegenden Stadtbild angepasst wird.
"Nach dem Umbau haben wir in Lurup ausreichend Raum für die Gottesdienste, für Zusammen¬künfte der Senioren, Jugendlichen und Kinder sowie für Musikveranstaltungen", freut sich der Gemeindevorsteher Peper. 470 Mitglieder stehen im Kirchenbuch. Durch-schnittlich 140 bis 160 Gottesdienstbesucher versammeln sich sonntags. "Wir schauen mit großer Dankbarkeit und Freude auf die Zukunft dieser Gemeinde", sagt uns der Vorsteher.
Unterstrichen wird diese Einstellung mit der Einladung an den Stadtteil Lurup und seinen Bewohnern mit dem aktuellen Plakat in der Info-Vitrine Lurup: Herzlich willkommen!
Gauben finden – Gemeinde erleben! Ab Ostern, 5. April 2015, 9.30 Uhr können Sie hier mit uns Gottesdienste feiern.

© Rolf Carl